Steuernews vom 02.08.2019

H?usliches Arbeits­zimmer: Kein Abzug f?r Umbau des privat genutzten Bade­zimmers

Kosten f?r den Umbau eines privat genutzten Badezimmers geh?ren nicht zu den abziehbaren Aufwendungen f?r ein h?usliches Arbeitszimmer. Dies hat der BFH mit Urteil vom 14.05.2019 VIII R 16/15 entschieden.

Im Streitfall hatten die zusammenveranlagten Kl?ger im Jahr 2011 das Badezimmer und den vorgelagerten Flur in ihrem Eigenheim umfassend umgebaut. In dem Eigenheim nutzte der Kl?ger ein h?usliches Arbeitszimmer f?r seine selbst?ndige T?tigkeit als Steuerberater, das 8,43 % der Gesamtfl?che ausmachte. Der Kl?ger machte f?r das Streitjahr 8,43 % der entstandenen Umbaukosten gem?? ? 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b S?tze 2 und 3 EStG als Betriebsausgaben im Zusammenhang mit seinem h?uslichen Arbeitszimmer geltend. Diese Aufwendungen in H?he von rund 4.000 Euro ber?cksichtigte das FA - mit Ausnahme der Kosten f?r den Austausch der T?r zum Arbeitszimmer - nicht. Das hat der BFH nunmehr als dem Grunde nach zutreffend angesehen.

Nach dem Urteil des BFH sind Renovierungs- oder Reparaturaufwendungen, die wie z. B. Schuldzinsen, Geb?ude-AfA oder M?llabfuhrgeb?hren f?r das gesamte Geb?ude anfallen, zwar nach dem Fl?chenverh?ltnis aufzuteilen und damit anteilig zu ber?cksichtigen. Nicht anteilig abzugsf?hig sind jedoch Kosten f?r einen Raum, der wie im Streitfall das Badezimmer und der Flur der Kl?ger ausschlie?lich - oder mehr als in nur untergeordnetem Umfang - privaten Wohnzwecken dient. Erfolgen Bauma?nahmen in Bezug auf einen privat genutzten Raum, fehlt es an Geb?udekosten, die nach dem Fl?chenverh?ltnis aufzuteilen und anteilig abzugsf?hig sind.

Da das Finanzgericht (FG) keine hinreichenden Feststellungen zu ebenfalls strittigen Aufwendungen f?r Arbeiten an Rolll?den des Hauses der Kl?ger getroffen hatte, konnte der BFH allerdings in der Sache nicht abschlie?end entscheiden und verwies die Sache an das FG zur?ck. Sollte es dabei um die Rollladenanlage des Wohnzimmers gegangen sein, l?gen auch insoweit keine abziehbaren Aufwendungen vor.

(Auszug aus einer Pressemitteilung des Bundesfinanzhofs)

Das Urteil im Volltext

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